Nominierung
Text: Pia Karius, Linus Lenke, Lilly Rößler
Es spielen: Lena Karius, Melanie Nguyên Pietsch,
M. Amin Zariouh
Dramaturgie: Linus Lenke
Bühne: Isabel Winter
Kostüm: Felicitas Kudlich-Itzinge
Live-Musik: Vincent Ruhl
Figurenbau: Merle Smalla
Fotos: Lukas Lindner
academy:square
Animation: Ludwig Stengel
Dank Kümstlicher Intelligenz wurde sexuelle Gewalt als eines der drängendsten sozialen Probleme identifiziert. Aber wie lassen
sich alte patriarchalische Denkmuster schnell überwinden? Ein neues Produkt soll alles verändern: ein implantierter Chip, der Empathie ermöglicht. Human+, die einfache Lösung für komplexe Probleme!
Mit bitterem Humor zeigt die Installation ein dystopisches Szenario und wirft die Frage auf, warum bewährte Methoden zum konsequenten Schutz vor Gewalt in der realen Welt nicht umgesetzt werden.
Stimme: Alexander Thelen
Chip Animation & Shading: Ludwig Stengel
Bildgenerierung: Midjourney
Kunsthalle Mannheim 2025
Frau, die aus Rache ihre Kinder tötet. Die Deutungen
dieser Tat reichen von misogynen bis zu feministischen Lesarten. Anselm Feuerbach zeigt in Medea nach der Tat eine Frau am Meer, den Dolch am Boden zurückgelassen.
Im Zentrum der Intervention steht dieser Dolch als generierter 3D-Druck, der nun in der Schwebe gehalten ist: als Symbol für Begehren und Gewalt wird er zum visuellen Kern der Erzählung um Medea – jenes Objekt, das gleichermaßen Abstoßung wie Faszination auslöst und damit die Ambivalenz der Geschichte sichtbar macht.
Spiegelnde Formen auf dem Boden reflektieren die Szenerie und beziehen die Betrachter*innen ein.
Eine 5 Kanal Audio Installation von verzerrten Field Aufnahmen von Stimmen und Meer betonen die Wandelbarkeit und Überdauerung weiblichen Widerstands.
Das Audiostück untersucht die Schaulust und den menschlichen Drang zu beobachten. Collagiert werden Ausschnitte aus Blicktheorien von Laura Mulvey und Jacques Lacan, Erfahrungsberichte aus Onlineforen sowie eigene Schau-Erlebnisse.
Im Zentrum der Installation stehen zwei Körper, die gezielt die Schaulust der Betrachtenden hervorrufen und die ambivalenten Gefühle des Beobachtens und Beobachtetwerdens erfahrbar machen. Auf Podesten platziert, wird ihr Anspruch auf Subjektstatus infrage gestellt – sie werden zu Objekten des Blicks.
Verschiedene Blickachsen ermöglichen heimliches Beobachten und machen die Besucherinnen zu Teilnehmenden eines Systems aus Sehen und Gesehenwerden.
Stimme: Julia Gruber
Performer: Finn Baygan & Alexander Thelen
Fotos: David Heitz